Jährlich sterben 20.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland. Sie leben in uns weiter, auch wenn sie verstorben sind.
Daher ist es wichtig, ihren Angehörigen, Freunden und Bekannten geeignete „Räume“ für den Abschied und das Gedenken zu schaffen. Mit dieser Internetseite wollen wir Ihnen jedoch auch Informationen und Anregungen, Adressen, Tipps und Hilfestellungen geben, die Ihnen aktiv helfen können.
Trauer kann „nur“ krank machen, wenn sie nicht aktiv erlebt, gelebt wird.
Seit einigen Jahren werden auf immer mehr Friedhöfen in und um Hamburg spezielle Grabfelder für verstorbene Kinder – vor allem aber auch für nichtbestattungspflichtige fehlgeborene Kinder – eingerichtet.
Beispiele gibt es immer mehr, wie etwa:
22928 Ahrensburg, Ahrensburger Friedhof (bei Hamburg)
Am evangelischen Friedhof befindet sich seit Mai 2003 ein Gräberfeld für fehl- und totgeborene Kinder sowie “größere” Kinder – “Garten der Kinder”, mit ungewöhnlichen, freien Gestaltungen: Windmühlen, Holzschaukel, Obstbäume, Holzbrücke, Steingarten mit Spirale oder Holzpavillon. Außerdem können Eltern das Grab ihres Kindes frei gestalten.
Frei gestalten zu können, frei Abschied nehmen zu können, so persönlich und individuell, so unterschiedlich wie wir sind. Trauer und Abschied von einem Kind kann in kein Schema gepresst werden und Ihre Fragen und Erfahrungen ebenso wenig.
Helfen Sie uns, mit Ihren Erfahrungen, Wünschen oder Gedanken eine Internetseite entstehen zu lassen, die andern helfen kann.
Ein Vater der seinen Sohn verloren hat sagte folgende Worte:
„Ein Kind kann niemand ersetzen, keine neue Frau, kein neues Auto, kein Umzug, kein neuer Job – ein Kind kann nie ersetzt werden. Mein Sohn ist mit mir verbunden und bleibt ein Teil von mir – still und leise – ein Teil von mir, in mir lebendig!“
Während der Trauerphase ändern sich Ihre Empfindungen und Vorstellungen von Tag zu Tag – wir geben Ihnen den Raum, eine Plattform für eine tragbare Entscheidung und informieren Sie über die vielen Möglichkeiten, die sich Ihnen bieten.
Wir wurden alle dahingehend erzogen, ein extrem starkes Gefühl – und dazu gehört leider auch die Trauer und das Thema Tod – zu unterdrücken und das hat Folgen… bis hin zu schweren Erkrankungen.
„Stell dich nicht so an“, „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“, „Das wird schon wieder“, die unterschiedlichsten Floskeln werden Sie täglich hören – wir lassen diese Floskeln auf dieser Internet Seite bewusst weg, denn „ein Kind kann niemand ersetzen!”
Doch es steht Ihnen zu, eine Entscheidung, einen Abschied, so zu gestalten, wie es Ihnen gut tut, Ihnen und Ihrem Kind – ohne zu unterdrücken.
Dabei wollen wir Sie unterstützen!
„Es sind die Lebenden, die den Toten die Augen schließen. Es sind die Toten, die den Lebenden die Augen öffnen.“